Aktuelles 2007 bis 2009

Nach einem schon fast zur Routine gewordenen Besuch in der ersten Novemberhälfte 2008 im Dhulikhel Hospital in Nepal, darf ich über die erfreuliche Entwicklung seit unserer letzten Notiz in unserer Homepage berichten:

Schwesternschule:
Das von uns errichtete Schulgebäude ist nach wie vor voll ausgelastet. Jährlich werden etwa 90 Schwestern und Pfleger in den Disziplinen General Medizin, Med. Techn. Assistent, Allgemeine Schwester bzw. Pfleger, Augenärztliche Assistentin und Physiotherapie ausgebildet. Ein Kurs dauert 3 Jahre. Jährlich bewerben sich über 1000 Aspiranten aus ganz Nepal um die ca. 90 Stellen, alle Schulabgänger hatten bereits fixe Anstellungen
zum Zeitpunkt der Überreichung der Diplome, bei der ich anläßlich der 12-jährigen Geburtstagsfeier des Spitals, bei der auch der Premierminister teilgenommen hat, dabei sein konnte. In der Umgebung der Schule sind inzwischen 2 Heime entstanden(eines gebaut von Japan, ein zweites von Nepalimed Holland) wo ein Großteil der Schüler auch wohnen kann.

Dhulikhel Hospital:
75 Ärzte, neben 170 Schwestern und Pflegern, sowie 73 administrativ tätige Personen
sind beschäftigt, 19 Abteilungen stehen den Kranken zur Verfügung.

Gebaut wird derzeit an einem multifunktionalen Bauwerk, das 3 Etagen umfaßt und
unten die Werkstätte, im nächsten Stockwerk die Physiotherapie und darüber die Pharmazie, wo Salben auch selbst produziert werden, unterbringen soll.

Alle Abteilungen sind sehr gut ausgelastet, die Hygiene sowie das Niveau der Med. Behandlungen bessern sich ständig.

Ein CT, organisiert von Nepalhilfe Tirol und co-finanziert von uns, ist in Betrieb und in einem Universitätsspital auch in Nepal eine Notwendigkeit.

Der Spitalsgarten, geplant und angelegt von den „Gartenglück „ Damen aus Linz ist sehr gut gelungen und wird auch von den lokalen Gärtnern entsprechend gepflegt.

Außenstellen:
10 solcher einfache Spitalseinheiten sind auf grund der schlechten Wegesituation und der dadurch großen Distanzen zum „Mutterhaus“ vom Dhulikhel Hospital in entlegenen Gegenden geplant und errichtet worden und werden auch personell ausgestattet.

Einmal pro Woche kommt an einem fixen Tag der Doktor vom Spital und behandelt den ganzen Tag geplante oder auch akute Patienten. An solchen Tagen werden dort auch kleinere Operationen durchgeführt. Das Spital kommt also zum Patienten.

Beispielgebend für die rasante Entwicklung des Krankenhauses wollen wir ein paar Zahlen der Abteilung für Allgemeine Chirurgie und Gynäkologie im Jahre 2008 auflisten:

 

CHIRURGIE:

Anzahl der Operationen: 643

Anzahl der ambulanten Behandlungen: 4.633

Anzahl der kleineren chirurgischen Eingriffe: 4.629

 

GYNÄKOLOGIE:

Anzahl der Operationen: 610

Kleine gynäkologische Eingriffe: 325

Anzahl der Geburten: 1.366 (Kaiserschnitte: 299)

Zur Realisierung dieses Krankenhaus -Projektes wurde 1991 der Verein Nepalimed Vorarlberg gegründet. Die Aufgabe war dieses „Kind“ auf die Welt zu bringen und ihm „laufen zu lernen". Nachdem dieses Ziel erreicht und sogar übertroffen wurde, konnten
wir die Vereinstätigkeit im Jahre 2004 beenden. Der ehemalige Vorstand des Vereines
ist nach wie vor aktiv in der Unterstützung des Projektes, ein Spendenkonto besteht nach wie vor. (Sparkasse Bludenz, BLZ 20607, Konto 37372)

Große Unterstützung erhält das Projekt auch durch die erfreuliche Initiative der Familie Burgi und Dr. Kurt Payr in Linz, die in den letzten Jahren sehr viel für unser Dhulikhel Hospital getan haben.

Wir, das sind die gesamte Familie - Dr. Kurt Payr, FA für Gyn. und Geb.-hilfe mit Ordination in 4050 Traun, Linzerstr.84, zu Hause in 4040 Linz, Kelsenstr.1

Burgi Payr, Diplomkrankensr.

Dr. Nicole Payr - Ärztin in Ausbildung

Dr. Stephan Payr - Arzt in Ausbildung

Mag. Ellen Payr - Betriebswirtin in PHD Ausbildung

Unsere Interesse für Dhulikhel entstand durch den Bericht von ORF Vorarlberg über die Gründung des Hospitals. Außerdem wusste ich, dass Dr. Diether Fink - den ich vom UKH Salzburg beruflich gut kannte in dieses Projekt involviert war. Nach der "Brutpflege" starteten wir im Herbst 2006 mit einem 2-woechigen Arbeitsbesuch in Dhulikhel. Unser Sohn durfte dort 4 Wochen famulieren. Wir konnten uns von der guten Sache überzeugen und begannen uns dafür einzusetzen. Von der Landesfrauenklinik Linz konnten wir ca. 50 Erwachsenen- und Kinderbetten, div. Krankenhausmaterial mittels Container aus Vorarlberg schicken.

In unserer Ordination haben wir eine Dauerausstellung - Fotos - und Information - unsere Patientinnen unterstützen uns beachtlich mit "Fütterung "eines aufgestellten Sparschweins.

Mit Dr. Ram haben wir uns geeinigt, da wir nur wenig Urlaub pro Jahr haben und es uns nicht möglich ist, für längere Zeit hilfreich im Spital tätig zu sein, es Ärzten zu ermöglichen nach Österreich zur zusätzlichen Ausbildung zu kommen. Inzwischen waren eine Gynäkologin - Dr. Anjana Dongol für 6Wochen in der LFK-Linz, Landeskrankenhaus Kirchdorf und in unserer Ordination, ein Orthopäde - Dr. Diepak Shrestha für 2 1/2 Monate im Diakonissenkrankenhaus Schladming und UKH Linz zur Weiterbildung. Am 15.3.2009 erwarten wir 2 Krankenschwestern, welche im AKH Linz hospitieren dürfen und 3 Monate bei uns bleiben können.

Die Flüge und Aufenthaltskosten - soweit nicht von den Spitälern übernommen, bezahlen wir.

Bis dato konnten wir auch ca.30.000,€ für div. Instrumente und med. Geräte beisteuern.

Die OEVP-Frauen/Linz unter der Leitung von Frau Dir. GR Waltraud Kaltenhuber unterstützen uns mit ihrer Adventveranstaltung "Gang durch den Advent" bereits zum 2.mal sehr großzügig. Auch der Lions-Club Linz-Delta unterstützt uns gelegentlich.

Weitere Aktivitäten sind Vorträge in div. Schulen, dadurch werden Projekte initiiert. Die Lehrer und Schüler der VS-Altenberg erwiesen sich ungemein engagiert und erarbeiteten ca.4000,€, welche sie im Rahmen einer Weihnachtsmesse an Kurt sehr rührend überreichten. Die Schüler der AHS-Linz-Auhof haben auch ein Projekt für Dhulikhel durchgeführt.

Nicht zu vergessen die Damen von der Fa. Gartenglueck, und Dr. Schatzdorfer, welche auch immer wieder Aktivitäten zu Gunsten von Nepal durchführen. Es würde zu weit führen, alle Spender und Gönner aufzuzählen. Es sind vor allem Freunde, welche div. Feste und deren Erlöse für unser gemeinsames Projekt spenden.

Ich hoffe, uns - Ihnen mit dieser letztendlich doch recht ausführlichen Beschreibung - vorgestellt zu haben. Burgi Payr!

Die dokumentierte Entwicklung bestätigt uns wieder einmal daß das was wir 1991 begonnen haben ganz in unserem Sinn mit hoher fachlicher Kompetenz zum Wohle der Bevölkerung weitergeführt wird.


Kristl Moosbrugger
Dr. Diether Fink
Elmar Hagen



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